Frau Chuba sagt tschüss!



Werte Leserschaft! Während ich diese Zeilen tippe, finde ich es schon beinahe beschämend, über mich selbst zu schreiben, während Frankreich, ja, eigentlich ganz Europa vom Schicksalsschlag getroffen wurde. Wie viele andere nehmen auch mich die Anschläge auf die Stadt der Liebe sehr mit. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, wie ich vor ziemlich einem Jahr unbeschwert durch die Straßen Paris' lief, zwei Monate, bevor das Attentat auf Charlie Hebdo ausgeübt wurde, zwölf Monate, bevor zeitgleich in sieben verschiedenen Stätten grauenvolles geschah. Paris, die Stadt der Nonchalance, der Ästhetik, eine Stadt, die sich mir sehr weltoffen präsentierte. Genau das wurde ihr nun zum Verhängnis, eben jenes Gefühl der Freiheit, da manch schlimmer Mensch nie gelernt hat, tolerant gegenüber anderen Erdenbürgern zu sein und die Individualität mit Terror "bekämpfen" möchte. Als Person, die stolz auf die geltenden europäischen Werte ist und die Tradition schätzt, bricht es mir da Herz, was unseren französischen Freunden derweil widerfährt und frage mich im Stillen, welche Stadt wohl das nächste Ziel ist. Nichtdestotrotz darf man nicht vergessen, dass auch auf anderen Kontinenten entsetzliches passiert; mein Beileid ist daher zudem bei den Opfern aus Beirut und jenen, die andernorts ihr Leben lassen mussten.





Jetzt wie angekündigt ein paar Zeilen zu mir, beziehungsweise über diesen Blog: ich schließe ihn mit diesem Beitrag. Schichtweg aus dem Hauptgrund, da ich keine Zeit mehr aufbringen kann, "Frau Chuba" mit Liebe zu pflegen. Ich bin seit kurzem als Fotografin in der gesamten Bundesrepublik unterwegs, oftmals für einige Wochen am Stück, bis ich schließlich eine Woche frei habe. Eben jene Woche möchte ich nutzen, um draußen zu flanieren, statt daheim in die Welt des Virtuellen einzutauchen und mein Internet-Ich mit Neuigkeiten zu füllen. Und nebenbei wohlgemerkt auch noch zu fotografieren. Als Hauptberuf reicht mir diese Arbeit allemal - es ist mein liebstes Hobby, auf das ich jedoch eine Woche lang verzichten möchte. (Allerdings habe ich eine neue Webseite mit meinem Portfolio, das ich peu à peu aktualisiere). Davon abgesehen sehne ich mich danach, meinen Kopf in der Zeit komplett auszuschalten, als meinen Lesern dann noch meine weisen Worte um die Ohren zu pfeifen, haha. Obwohl ich es natürlich gerne tat! Ein weiterer Grund ist dieser, dass es mittlerweile Blogs wie Sand am Meer gibt und daher jeder einzelne relativ wenig Beachtung findet, was äußerst schade ist. Es ist nichts besonderes mehr dabei, seine äußere Schönheit (in Fotos) wie auch seine innere (in Lettern) zu kredenzen, weshalb die Welt ohne meinen Blog nicht untergeht. Zudem habe ich meine Konten in diversen sozialen Netzwerken deaktiviert, poste erheblich weniger auf Facebook und muss nicht täglich mein Gesicht der ganzen Welt auf Instagram zeigen. Ich brauche keine Bestätigung, da ich selbst genug von mir überzeugt bin und mich tatsächlich als attraktiv bewerte - wer mit sich selbst im Reinen ist, hat zu häufiges posten doch gar nicht nötig! Daher zähle ich auf jenes, was mich WIRKLICH glücklich macht - ich treffe mich mit Freunden, ohne dabei ständig Selfies zu schießen, lese ein gut geschriebenes Buch und probiere neue Kleidungsstücke aus, ohne darüber einen Text zu verfassen. Ich lebe mehr für mich und das ist auch gut so. Wenn man sich von einigen Dingen befreit, fällt eine Last von einem ab, man genießt wieder - etwas, das sonst verloren geht. Und so sage ich meinem Internet-Ich auf diesem Blog lebewohl, offenbare noch kurz mein Antlitz in vielfacher Zahl, das ich ehrlicherweise schon vor fast zwei Monaten einfing und freue mich auf das Morgen und eine Welt, die durch Ehrlichkeit und Respekt neu aufblüht.




Je suis...ce que je suis!
(Ich bin was ich bin!)

Aprikosen-Orangen-Schnecken & Vanille-Quark-Mousse.



Ahoi! Auf einmal hat der Herbst doch recht früh an die Tür geklopft. War es bis vor kurzem spätsommerlich warm, mummel ich mich dieser Tage in Cardigans und Schals ein. Bald werde ich definitiv dem Wald einen Besuch abstatten und das herbstliche Naturschauspiel betrachten. Die dritte Jahreszeit ist für mich persönlich irgendwie die "emotionalste". Ich empfinde die Farben des Herbstes als sehr intensiv, was ich durchaus damit begründe, ein Herbstkind zu sein. Schließlich habe ich im nächsten Monat Geburtstag. Damals, als ich noch sehr jung war, ging ich mit Freunden an meinem Geburtstag auch immer in den Wald und es gab eine Schnitzeljagd, die meine Mutter stets liebevoll organisierte. Heutzutage stoße ich wohl eher an meinem Ehrentag bei mir daheim und später auf dem Kiez mit Bier an - die Zeiten haben sich vielleicht geändert! Aber der Spaß ist nach wie vor der gleiche - wenn nicht mehr ganz so unbeschwert. Um den September willkommen zu heißen, habe ich wieder etwas feines fabriziert: Aprikosen-Orangen-Schnecken, die sehr fruchtig sind. Sie gelingen wie folgt...






APRIKOSEN-ORANGEN-SCHNECKEN

Man benötigt für etwa 9 Stück:

200 g Möhren 
250 g Zentis Sonnen Früchte Aprikosenkonfitüre
2 El Speisestärke 
40 g gemahlene Mandeln 
200 g Mehl 
1 Tl Backpulver 
40 g Zucker
 1 Pk. Vanillezucker 
100 g Magerquark 
4 El Sonnenblumenöl
4 El Milch
Goldfarbene Sträusel zum Verzieren 



Zunächst die Möhren schnälen, grob raspeln und in einem Topf mit 200 g Konfitüre und Stärke mischen. Unter Rühren aufkochen und bei milder Hitze zwei Minuten kochen lassen. Mit Mandeln in einer Schüssel mischen, abkühlen lassen. Anschließend das Mehl, mit dem Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Quark, Öl und Milch zugeben und mit den Knethaken des Handrührers glatt verkneten. Mit den Händen nochmals durchkneten und auf einer leicht bemehlten Fläche 40x30 cm groß ausrollen. Nun die Möhren auf dem Teig verstreichen, dabei rundherum einen ca. 3 cm breiten Rand lassen. Den Teig vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Rolle mit der Naht nach unten mit einem scharfen Messer in 3 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben auf 2 mit Backpapier belegte Bleche setzen, eventuell nachformen und etwas flach drücken. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten backen. Zum Schluss 100 g Konfitüre erhitzen, auf die heißen Schnecken streichen und diese mit goldfarbenen Sträuseln verzieren.
   






Für die Schnecken habe ich die Sonnen Früchte Aprikosenkonfitüre genommen, die mir, wie auch weitere Marmeladen, freundlicherweise von Zentis zur Verfügung gestellt wurde. Die Sonnen Früchte sind ab diesem Monat neu im Konfitüreregal und sind wirklich vom ausgewogenen Geschmack - ich genieße sie derweil fast täglich morgens auf meinen Brötchen. Zur Freude des Tages präsentiere ich daher noch ein weiteres Rezept, diesmal mit der Himbeerkonfitüre!





VANILLE-QUARK-MOUSSE

Man benötigt für etwa 12 Stück:
250 g Magerquark
50 g Zucker
200 ml Sahne 
1 Vanilleschote
1 Prise Zimt
2 Esslöffel Zentins Sonnen Früchte Himbeerkonfitüre
Wasser
Amaretto
3 Blatt Gelantine / Alternativ Agar-Agar


Sahne steif schlagen. Gelatine (Agar-Agar) in kaltem Wasser einweichen und in warmem Amaretto lösen. Zimt, Zucker und Vanillemark hinzufügen und mit dem Quark verrühren. Geschlagene Sahne vorsichtig unterheben und in Gläser füllen. Für eine Stunde tiefkühlen. Konfitüre mit etwas Wasser verrühren und auf die Mousse geben.






Auf eine feine Zeit!

Triple-Chocolate-Cherry-Coco-Kuchen.




Kennt jemand noch die Fernsehserie "Die Dinos" aus den 90er Jahren? Ich habe sie als Kind jedenfalls sehr geliebt. Die Sendung handelt von der Dinosaurierfamilie Sinclair, die, wie es sich für einen Dino gehört, zwar irgendwie in der Steinzeit lebt, andererseits jedoch viele Dinge aus der Moderne besitzen. Welches Fossil könnte sonst schon von sich behaupten, einen Kühlschrank zu besitzen? Das Schmankerl an diesem: es ist kein gewöhnlicher, nein, denn unkenntliche Monster hausen in diesem, die einem diverse Lebensmittel überreichen, sobald man den Kühlschrank öffnet. Es scheint so, als wäre der Kühlschrank dank dieser Monster immer gefüllt, denn er hat stets viel an Fülle aufzuweisen, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Warum ich das anspreche? Ich hätte gewiss auch gerne so einen! Einen, der sich quasi immer selbst auffüllt, ohne dass man die Waren käuflich erwerben muss. Das lange Warten an den Kassen und das Gedränge in den meist engen Gehwegen muss doch mal ein Ende haben! Die Zukunft hält sicherlich einiges an Innovationen parat, was die Selbstbefüllung an Kühlschränken betrifft, hoffe ich mal.






Letztens, als ich den Einkaufswagen befüllte, war mir nach einem Geschmackserlebnis mit Kirschen, Kokus und viel viel Schokolade zumute. Mit Schokolade hatte ich schon länger nichts mehr gebacken, deshalb war die Zeit mehr als reif. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Kuchen wahrlich sehr lecker ist und der Teig schon während des Zubereitens dazu animiert, vernascht zu werden. Und nun freudiges Schaffen, hier ist das Rezept...


 Man benötigt für einen Triple-Chocolate-Cherry-Coco-Kuchen:


 Teig
190 g weiche Butter, plus mehr für die Form
190 g brauner Zucker
3 Eier
30 g Kokusraspeln 
130 g Mehl, plus mehr für die Form
1 TL Backpulver
60g Kakaopulver zum Backen
30 ml Vollmilch
150 g frische Kirschen

Topping
200g weiße Kuvertüre
Etwas Milchschokolade-Raspeln
Ein paar Kirschen zur Dekoration

Kastenform (20 cm lang)


Zunächst den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Kastenform leicht mit Butter ausstreichen und gleichmäßig mit Mehl bestäuben. Butter und Zucker anschließend mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren und die Kokusraspeln hinzugeben. Danach Mehl, Backpulver und Kakao zusammen in eine Schüssel sieben und mit der Milch peu à peu unter die schaumige Masse rühren. Alles bei mittlerer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig nun abwechselnd mit den Kirschen in die vorbereitete Form füllen. Im Backofen (Mitte) 60 Minuten backen, bis die Oberfläche bei sanftem Druck zurückfedert. Zur Garprobe mit einem Holzstäbchen in den Kuchen stechen. Wenn beim Herausziehen kein Teig mehr daran haftet, ist er fertig. Zum Schluss den Kuchen einige Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Für das Topping drei Viertel der Kuvertüre in einem Dampfband schmelzen lassen und, sobald diese flüssig ist, über dem Kuchen verteilen. Das restliche Viertel raspeln und auf den Kuchen streuen. Etwas Milchschokolade-Raspeln sowie ein paar Kirschen auf dem Kuchen dekorieren.







Die Sache mit dem sich füllenden Kühlschrank habe ich nochmal überdacht. Wie würde der Mensch wohl sein, wenn er nicht einmal mehr selbst einkaufen und lediglich zum Kühlschrank gehen müsste, um Nahrung aufzunehmen? Seine ganze Motivation würde sich in seinem Abbild wiederspiegeln. Außerdem haben Supermärkte schon etwas feines - die immer neuen Produkten inspirieren einen  und man kann seinen Blick umherschweifen lassen. Und der Gang dorthin hält schlank, sicher!





Gutes Gelingen!

Überirdisch gut #04



Hallo Welt! Nun melde ich mich mal wieder zu Wort. Wirklich tragisches oder grandios tolles ist nichts passiert - weder gab es Verletzte oder Tote, noch habe ich geheiratet. Wohl ein Grund, warum ich jetzt erst wieder ein paar Zeilen hier verfasse. Aber wenigstens war ich auf einer Heirat - meine Cousine schloss vor kurzem den Bund der Ehe. Hochzeiten sind etwas schönes - man isst so viel man kann und tanzt wie wild mit Familienmitgliedern zusammen, was man auf einer normalen Familienfeier wohl eher nicht täte. Schade eigentlich, sollte es immer geben! Somit wären wir beim Thema Musik. Ab und an präsentierte ich an dieser Stelle schon feinste Perlen in Form von wohligen oder auch lauten Klängen. Nun wird es wieder Zeit es dem gleichzutun! Und so gibt es erneut ein Potpourri aus alten und neuen Songs, die elektronisch sowie nach Rock'n'Roll klingen. Deshalb heißt es: Öhrchen gespitzt! Denn bei warmen Temperaturen hört man lieber Musik anstatt lange Texte zu lesen, stimmts?


l




HIGH FIVE!